Vom 01.06.2015 -- Caroline Haro-G...
Kinder gehen immer! (Manchmal rennen sie aber auch)

Ich bin mit rennenden und kichernden Zweitklässlern auf Tour: Ich werde mit ihnen die Stationen von Gründonnerstag bis zu Jesu Grab erkunden. Auf dem Open-Air-Passionsweg im baden-württembergischen Grafenberg. Die Passion Jesu nicht nur vorgelesen, sondern mal anders! Ich will wissen, ob dieser Weg Kinder auch wirklich anspricht. Um gute Töne von ihnen zu bekommen, braucht es allerdings ein paar Tricks.

 

Trick 1: Schneller sein

Rennen muss man können - wenn man mit einer Gruppe von Kindern unterwegs ist. Denn die sind ganz schön schnell! Wenn’s blöd läuft, sind sie sonst schon eine Station weiter und ich habe weder Ton noch Foto im Kasten.

Auf dem Freiluft-Passionsweg steht Jesu Kreuz tatsächlich auch auf einem Hügel, auf den man über viele Stufen hoch steigt. Und genau diese Stufen sind alle Kinder mit einem Mal hinauf gerannt - und ich hinterher. Dabei kam zum Glück sogar ein süßer O-Ton raus.

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Trick 2: Zeit nehmen

Eine gute Aufnahme braucht Zeit. Auch wenn sich zuerst nur die mutigeren Kinder vors Mikrofon trauen – nach einer Weile werden dann auch die schüchternen warm. Dann wird getuschelt „Sie hat mich gefragt!“ und viel gekichert. Auch bei der Frage, was Jesus beim letzten Abendmahl eigentlich mit Wasser und Krug gemacht hat…

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Trick 3: Voraus denken

„Nein“, „lecker“, „schön“ – das waren die Lieblingsantworten der Kinder… Und leider ein bisschen nichts sagend, sodass sie für meinen Radiobeitrag nicht gereicht hätten. Also: Vorher überlegen, was der Befragte antworten könnte und dann genauere Fragen stellen. Ich lande so immer bei besseren O-Tönen.

Das klappt ganz gut, wenn ich die Kinder vor der Frage „Wie hat’s gefallen?“ erst einmal beschreiben lasse, was sie sehen. Aber selbst bei einer so offen formulierten Frage, kommen Kinder auch ganz gut mit spärlichen Worten aus…

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