Vom 10.10.2014 -- Maresa Stölting
Den Papst vor der Linse: Mit der Ministrantenwallfahrt nach Rom
Papst Franziskus fährt im Papamobil durch die Menge. (Quelle: Bistum Trier, Maresa Stölting)

Vor mir Papst Franziskus und der Petersdom. Links und rechts Journalisten und Fotografen. Hinter mir rund 50.000 Messdienerinnen und Messdiener aus ganz Deutschland. Die Kamera hängt mir um den Hals, der Schreibblock liegt auf meinen Knien. Es ist Anfang August, und die bundesweite Ministrantenwallfahrt nach Rom hat mich auf den Petersplatz geführt. Heute steht die Papstaudienz auf dem Programm.

Schon am zweiten Arbeitstag des Volontariats habe ich erfahren, dass ich im darauffolgenden Sommer die 1.800 Teilnehmer aus dem Bistum Trier bei der Wallfahrt begleiten darf. 10 Monate später sitze ich dann endlich im Flugzeug.

Die Woche ist anstrengend – tagsüber begleite ich einzelne Gruppen des Bistums auf ihren Erkundungstouren durch Rom, bin bei den großen Veranstaltungen dabei. Abends sitze ich im Hotelzimmer, schreibe meine Texte, lade Fotos hoch. Der Schlaf kommt eigentlich viel zu kurz – aber komischerweise macht mir das kaum etwas aus. Denn es macht einen riesen Spaß!

Nicht nur für die vielen Ministranten – auch für mich ist die Papstaudienz das absolute Highlight. Mit meinem Presseausweis komme ich auf dem Petersplatz (fast) überall hin. Mein Sitzplatz ist noch vor der ersten Absperrung, hinter denen die vielen jungen Leute jubeln und laut nach „Papst Franziskus“ rufen. Kurz bevor er dann im Papamobil auf den Petersplatz gefahren kommt, scheucht das Sicherheitspersonal uns Journalisten und Fotografen in einen bestimmten Bereich – wir dürfen dem Papst schließlich nicht in die Quere kommen. Doch trotzdem bin ich ganz nah dran. Und auf seinem Fußweg vom Papamobil hoch zu seinem Sitzplatz schaut Franziskus auch einmal ganz direkt in meine Linse.

Ein Blick in meine Linse: Papst Franziskus (Quelle: Bistum Trier, Maresa Stölting)

 

 

 

 

 

 

 

Mein Beitrag zur Papstaudienz