Vom 25.05.2015 -- Julia Haase
Eine Jahresbilanz

Mai 2015. Ich sitze im Zug zum ifp-Auswahltag der neuen Volontärsgeneration. Letztes Jahr: Angst und Nervosität. Dieses Jahr: Vorfreude und irgendwie das Gefühl von Heimkommen. Ist ja auch fast schon Dramaturgie (ab dreimal haben wir im Grundkurs gelernt), als ich ankomme: Der Check-In-Automat am Eingang des ifp streikt und ich darf fünf Bewerbern versichern, dass 90 Minuten vor verschlossenen Türen auf den Sicherheitsdienst zu warten noch kein Teil des Auswahlverfahrens ist. Umgang mit Stress und so. Aber irgendwie haben sie auf mich nicht halb so aufgeregt gewirkt, wie ich letztes Jahr.

Das hat sich am Auswahltag selbst dann geändert. Das Gespräch mit den potentiellen Ausbildungsleitern lief bei allen nicht so gut. Sagten sie. Aber was heißt schon gut? Wenn ich ihnen erzählt hätte, dass ich nach meinem Gespräch überlegt hatte, abzubrechen?! Ist ja auch doof, bei der Frage nach den Zukunftsplänen ganz ehrlich und vielleicht ganz unüberlegt zu antworten. Fand ich zumindest danach. Trotzdem ist das wahrscheinlich der Aspekt, der beim ifp zählt. Nicht nur das, was du kannst und was du weißt. Sondern deine eigene Persönlichkeit und Natürlichkeit.

In meinem Jahrgang sind so unterschiedliche Menschen. Und bei keinem habe ich das Gefühl, dass er irgendwie nicht reinpasst. Wir ergänzen uns gegenseitig und sind nach Besinnungswochenende, Jahrestreffen und Grundkursen richtig zusammen gewachsen. Die ifp-Familie. Wir Institutler. Genau das ist den Bewerbern heute auch aufgefallen. Eine von ihnen meinte beim Mittagessen zu uns Betreuern: „Ihr seid ja wirklich absolut überzeugt vom ifp. Jetzt will ich die Stelle noch mehr!“ Ich hatte schon das Gefühl, dass wir den Bewerbern die Aufregung ein bisschen nehmen konnten. Genau wie es der Jahrgang über uns letztes Jahr bei uns gemacht hat. Denn egal wo du bist, ein ifpler ist immer da.

Im Juli steht für mich der Radiokurs im ifp an. Und auf der Zugfahrt wird wieder ein Gefühl neben der Vorfreude dominieren: Heimkommen.