Vom 25.01.2015 -- Marie Eickhoff
Premierenfieber

Die Leinwand geht runter, das Licht aus und der Film beginnt. Er ist nur von einer Person gedreht, geschnitten und bearbeitet. Das schafft nur ein VJ, ein Videojournalist. Wie der arbeitet, haben wir am ifp in fünf Tagen gelernt.

Schöne Bilder reichen nicht

Kamerafunktionen und Computerbefehle waren anfangs wie eine Fremdsprache. Wir haben intensiv gearbeitet, um Schnittprogramm und Kamera zu verstehen. Dreh, Schnitt, Dreh, Schnitt. Mit jeder Übung kam mehr Sicherheit in die Grundkniffe.

Es reicht aber nicht, nur schöne Bilder machen zu können. Videojournalisten sind Regisseure. Sie entwickeln Drehbücher für ihre Filme. Das „Storybord“ ist das Gerüst des Beitrags. Darin müssen mehrere Rollen verteilt sein. Hauptperson, Gegenspieler und damit es spannend wird, braucht es ein Hindernis oder einen Konflikt. Ben Hecht hat es in einem Satz gesagt: „Zwei Hunde, ein Knochen.“ Die braucht eine Geschichte. Den Konflikt zu finden ist manchmal jedoch das erste Hindernis – für den Journalisten.

Multitasking ist gefragt

Beim Dreh muss auf alles gleichzeitig geachtet werden. Bild, Ton, Licht und Gespräch, Ist das Material dann im Kasten, ist erst die Hälfte der Arbeit geschafft. Wie ein Tonmeister und Cutter haben wir die Beiträge zusammengebaut. Da kam ein inspirierendes Bier aus dem ifp-Kühlschrank gerade recht. Und nach einer arbeitsreichen Nacht war Premiere. Filmfestival mit unseren eigenen Filmen.

Zu den Beiträgen empfehlen wir Dämmerlicht und selbstgemachtes Popcorn.