Vom 12.11.2014 -- Marie Eickhoff
Aus der Regie
Volos bei der BR-"Rundschau"

Was machen Volos nach Feierabend? Anderen bei der Arbeit zugucken. Dafür lohnt sich zum Beispiel ein Abstecher zum BR. Während des Video-Kurses haben wir die Rundschau-Redakteure ins Verhör genommen und sind in den Regieraum geschlichen.

Zweieinhalb Minuten und sie hat immer noch nicht die geplante zweite Frage gestellt. Die Frage muss sie auf jeden Fall stellen. Es folgt eine Anweisung per Funk auf ihren Knopf im Ohr. In der Regie ist die Moderatorin auf kleinen Bildschirmen an der Wand zu sehen.

So wie es die Bayern mögen

Die Chefin vom Dienst ist angespannt. Sie muss aufpassen, dass die Sendung nicht zu lang wird. Der Nachrichtensprecher heute liest auch eher in gemütlichem Tempo. Am Ende ist die "Rundschau" mehr als eine Minute zu lang. Dann gibt es eben wieder eine Belehrungsmail von der Sendeleitung. Nicht zu ändern.

Das Magazin des BR konkurriert um 21.45 Uhr mit dem heute-Journal vom ZDF. Da muss das Format schon was bieten. Der Slogan der Rundschau lautet: „Bayern, Deutschland und die Welt". Das ist die Stärke des Magazins. Lokal und zugleich global – das mögen die Bayern.

Videojournalisten sind schneller und billiger

In den nächsten Jahren sollen die Studios renoviert, die Sendezeit verlängert und die Inhalte noch magaziniger werden. „Erklären“ lautet der Auftrag, den die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten haben. Das gelingt besser, wenn die technischen und redaktionellen Möglichkeiten erweitert werden. In Zukunft werde vermehrt mit Videojournalisten gearbeitet, erfahren wir. Schon jetzt sei fast jeder Hörfunkreporter mit einer Kamera ausgestattet. Das spart Zeit und Kosten.

Nach einer Viertelstunde ist die Sendung vorbei. Die Moderatorin verkündet noch, dass das Wetter schon mal netter war und verabschiedet sich bei den Zuschauern. Wir machen noch das obligatorische Foto vor der Rundschau-Wand. Feierabend.