Vom 08.06.2020 -- Manuela Kaczmarek
FAQ zum Volontariat am ifp

Welche Vorbildung muss man haben? Muss man Journalismus studiert haben?

 Als Vorbildung reicht in einigen Redaktionen ein Abitur die Mittlere Reife oder eine abgeschlossene Berufsausbildung, um mit dem Volontariat anzufangen. Im Volo-Jahrgang 19 sind zum Beispiel eine Pastoralreferentin, eine Übersetzerin und ein Abiturient. Wichtig ist das Interesse.

 

Wie laufen die Auswahltage am ifp ab?

Die Auswahltage finden generell in München am ifp statt und bestehen aus drei Teilen.
Erstens das Bewerbungsgespräch. Dies ist ein Gruppengespräch mit ca. drei Kandidatinnen und Kandidaten und rund fünf Personen vom Auswahlgremium. Das Auswahlgremium setzt sich aus Journalistinnen und Journalisten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vom ifp zusammen. Es werden Fragen zu aktuellen Nachrichten aus Politik, Gesellschaft und Kirche, wie auch Fragen aus dem journalistischen Kontext gestellt. Zum Beispiel wie man einen Bericht zum Thema Pfingsten umsetzen würde.
Der zweite Teil ist eine praktische journalistische Aufgabe. Aus einer Auswahl an Themen müssen sich die Kandidatinnen und Kandidaten für eines entscheiden und darüber vor Ort eine Reportage verfassen. Dies kann im Text-, Audio- oder Videoformat umgesetzt werden. Abschließend folgt, allerdings weniger stark gewichtet, der Wissenstest, bei dem vor allem der Kenntnisstand aus der jüngeren medialen Berichterstattung abgefragt wird.

 

Was passiert nach den Auswahlgesprächen?

Danach entscheidet das Auswahlgremium welche Kandidatinnen und Kandidaten für das Volontariat passen. Von diesen werden die Bewerbungsunterlagen an die zuvor ausgewählten Wunschredaktionen weitergeleitet. Die Redaktionen laden die Kandidatinnen und Kandidaten dann noch einmal von ihrer Seite aus zu einem Vorstellungsgespräch ein. Danach kann im besten Fall der Vertrag mit der Wunschredaktion abgeschlossen werden.

 

Durchläuft man alle seine Wunschredaktionen?
Nein, man ist in einer Redaktion fest angestellt. Durch die externen Pflichtpraktika kann man andere Redaktionen kennenlernen. Einige bieten ein Durchlaufmodell an, wie zum Beispiel das Medienreferat in Würzburg. Hier durchläuft man die Pressestelle, Onlineredaktion, Radio und Fernsehen.

 

Wie lange dauert die Ausbildung?

Grundsätzlich zwei Jahre. In Ausnahmefällen besteht allerdings auch die Option zu verkürzen.

 

Wie läuft das Volontariat beim ifp ab?

Den größten Teil nimmt die Arbeit in der Ausbildungsredaktion ein. Dazu kommen insgesamt zwei Monate Seminare am ifp in München. Diese sind auf die zwei Jahre Volontariat aufgeteilt in einen zweiwöchigen Grundkurs I, einen zweiwöchigen Grundkurs II, einen zweiwöchigen Aufbaukurs und jeweils zwei einwöchige Modulseminare. Die Grundkurse vermitteln das elementare Handwerkszeug für eine Journalistin, einen Journalisten, z.B. wie man ein Interview führt oder wie man passende Fotos mit einer Kamera macht. Die Modulseminare sind aus einer großen Auswahl an Themen frei wählbar, z.B. Videojournalismus oder Faktenanalyse. Neben diesen zwei Monaten Seminaren kommen noch insgesamt zwölf Wochen außerbetriebliche Praktika dazu. Die zwölf Wochen können je nach Bedarf aufgeteilt werden und auch in beliebigen journalistischenBetrieben absolviert werden.

 

Wie hoch ist das Gehalt?

Das Gehalt ist von Redaktion zu Redaktion unterschiedlich, richtet sich aber nach Tarifverträgen.

 

Gibt es eine Chance nach dem Volontariat übernommen zu werden?

In der Regel nicht. Wenn in der Ausbildungsredaktion nach dem Abschluss des Volontariats eine Stelle frei wird, dann ja. Ansonsten profitiert man nach den zwei Jahren für den Berufseinstieg vom ifp-Netzwerk und den absolvierten Praktika.

 

Wovon profitiere ich am meisten als Volontärin oder Volontär beim ifp?

Natürlich von einer umfangreichen journalistischen Ausbildung durch renommierte Journalistinnen und Journalisten als Referentinnen und Referenten. Außerdem kommen noch viel Praxis in den Seminaren und die Arbeit in der Ausbildungsredaktion dazu. Vor allem profitiert man vom tollen ifp-Netzwerk. Durch Jahrestreffen, das Mentorenprogramm und viele andere Angebote kommt man mit ehemaligen und aktuellen ifplerinnen und ifplern in Kontakt. Das Netzwerk ist eine große Gemeinschaft aus Leuten, die in unterschiedlichsten Unternehmen und Branchen arbeiten, in der jede und jeder jedem Hilfe anbietet, der danach fragt.

 

Hat man auch zu den anderen Volontärinnen und Volontären Kontakt? Gibt es Treffen oder Ausflüge?
Es gibt in der Regel ein Auftaktwochenende, bei dem sich der Jahrgang kennenlernt und ein Jahrestreffen, auf dem sich aktuelle wie ehemalige Jahrgänge begegnen. Bei den Seminaren in München trifft man auch Volos aus dem eigenen Jahrgang sowie Volontärinnen und Volontäre und Stipendiatinnen und Stipendiaten aus anderen Jahrgängen, je nach dem wer gerade am ifp Seminar hat.

Anna-Lena Ils & Manuela Kaczmarek Volo 19