Vom 02.05.2017 -- Philipp Adolphs
Volo Calling - oder: Die Stärkste Waffe des Journalisten
dpa Frankfurt

Jeder hat Zugang zu den Berufswerkzeugen der Journalisten. Die besagte Schreibfeder gibt es bei Amazon bereits ab 35 Euro.

 

Eine Tastatur ist noch viel günstiger. Aber es ist nicht nur die Perfektion im Umgang mit den Schreibwerkzeugen, die unseren Erfolg in publizistischen Berufen ausmacht. Sondern der Mut, auf eine längst totgesagte Form der Kommunikation zurückzugreifen: das Telefon.

 

Insbesondere jetzt, während meines Praktikums beim Landesdienst der Deutschen Presseagentur (dpa) in Frankfurt, wo es schnell gehen muss, ist das Telefon meine wichtigste Waffe: Damit erwischt man nicht immer jemanden, oder nicht immer den Richtigen, aber meistens landet man einen Treffer.

 

Ist Stau auf der A5? - Call the Autobahnpolizei!

 

Wie oft musste die Feuerwehr anrücken, um die Katze vom Baum zu bekommen? - Call the Ehrenamtliche Feuerwehr!

 

Hat der Vorstandsvorsitzende des Flughafens das wirklich so gesagt, wie es in der Vorab-PM versprochen wurde? - Call the Offizielle Pressestelle.

 

 

Eine der wichtigsten Erkenntnisse aus eineinhalb Jahren Volontariat ist für mich, dass Telefonate schneller sind als E-Mails. Hinter denen kann man sich zwar verstecken, beugt Missverständnissen vor und hat die Antwort schriftlich vorliegen. Aber man weiß nie, wann (oder ob) man mit einer Antwort rechnen darf. Am Telefon kann man die Leute festnageln, sie müssen sich sofort und ohne große Vorbereitung mündlich äußern – dabei kommen manchmal die ehrlichsten und unverschrobensten O-Töne heraus!

 

Früher hatte ich Angst, ein Anruf könnte Menschen nerven. Mich nervt es oft, angerufen zu werden: Sprachnachrichten bei WhatsApp boykottiere ich. Aber manchmal ist es eben unser Job und unsere schärfste Waffe, den richtigen Menschen zur richtigen Zeit ein wenig auf die Nerven zu gehen.

 

 

Bonus:

 

Die Kamera gehört ebenfalls zu den wichtigsten Waffen der Vierten Gewalt - daher hier einige hübsche Bilder vom schönen Frankfurt:

 

dpa in Frankfurt

dpa Landesbüro Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland (Gebäude mit dem grünen Männchen)

 

Ehrfurchtgebietende Türme, auf dem Bild gerade nicht zu sehen: Saurons Türme

 

Altstadt von Frankfurt-Höchst, Burggraben

 

Senckenberg Museum

Naturkundemuseum Senckenberg-Institut. Ein Kobold-Maki

 

Nicht der Main. Die Nidda.

 

Auch nicht der Main, sondern ein Teich im Palmengarten.