Vom 12.01.2017 -- Sara Mierzwa
Engel im Schnee
Engel im Schnee.

Den ersten echten Schnee in diesem Jahr sehe ich nur vom Bürofenster aus. Als Studentin, Schülerin oder Erzieherin in meinem vorherigen Nicht-Büroleben wäre ich schnellstmöglich rausgegangen. Jetzt muss ich mich bis zur Mittagspause gedulden.  Aber 30 Minuten Schneespaziergang ist besser als gar keiner. Innerhalb eines Vormittags ist das Rheinufer zu einer Winterlandschaft geworden. Ein paar Kinder haben begonnen, einen Schneemann zu bauen. Es knirscht unter den Füßen, richtig toller Schnee zum Figuren Bauen. Meine Internetrecherche lehrt mich: "Dieser Schnee heißt Feuchtschnee und klebt unter Druck zusammen. Er wird auch Pappschnee genannt, weil er zusammenpappt." Ich überlege, unserer Sekretärin einen Mini-Schneemann mitzubringen und in eine Schüssel zu stellen. Wie lange er wohl im geheizten Büro überleben würde?

Für morgen packe ich noch ein paar mehr Dinge für die Mittagspause ein und hoffe, der Schnee bleibt so lange liegen: dichte Wanderschuhe, Handschuhe, Regenjacke und eine Regenhose. Dann kann ich einen Engel im Schnee machen. Dafür reichen die 30 Minuten Mittagspause bestimmt.