Vom 20.12.2017 -- Nadine Vogelsberg
Es weihnachtet sehr
Spekulatius und Kerzenschein auf der Weihnachtsfeier

Weihnachten kommt ja selten plötzlich und völlig unerwartet. Gerade als Zeitungsredaktion hat man sich den Termin vier Monate vorher dick und rot im Kalender eingetragen, als katholische Redaktion erst recht. Den ersten weihnachtlichen Artikel zu fair gehandelten Schoko-Nikoläusen habe ich Anfang Oktober geschrieben.

Während also vor den Türen unserer Redaktion das Chaos ausbricht, weil die Menschen in die Stadt wollen, um Geschenke zu besorgen, wird es drinnen ganz ruhig. Die Advents- und Weihnachtsthemen wurden immerhin schon vor Wochen, gar Monaten, geplant. Je näher Weihnachten rückt, desto weniger bleibt zu tun.

Außer der Weihnachtsfeier. Im letzten Jahr konnte ich an jener nicht teilnehmen, der erste Grundkurs im IFP stand an und ich sah mir nach meiner Rückkehr die Bilder glücklicher Kollegen nebst Spekulatius an. Dieses Jahr aber würde ich nicht nur teilnehmen, sondern – so die Tradition hier im Haus – als Neue die Feier auch organisieren.

Steht die Idee einmal, kann der Rest ja nicht mehr so schwer sein. Denkste.

Ständig flitzte ich durchs Haus und fragte die Kollegen, die in den letzten Jahren die Feier organisiert hatten „Wie viel Zeit bringt denn jeder mit?“ „Wie viel wird gegessen, wie viel getrunken?“ und vor allem „Wo finde ich die Weihnachtsdekoration, wo sind Tischdecken, wo Kerzen und woher soll ich mehr Tische nehmen?“ Und so lernte ich unsere Redaktion noch einmal ganz neu kennen: Sieh an, es gibt einen Dachboden. Und der Keller ist deutlich größer als die paar Quadratmeter, auf denen wir unsere Fahrräder abstellen können. Ein ganzes Labyrinth an Gängen wartet dort unten, und wir Volos witzelten schon, dass wir dort unten verschollen gehen könnten. Pünktlich zur Weihnachtsfeier haben wir es zusammen mit den Kerzen, Tischen, Getränken und der Deko aber wieder an die Oberfläche geschafft. Der Punsch war heiß, die Spekulatius reichlich und die Kollegen glücklich. Da hat sich der Ausflug in den Keller doch gelohnt. Und nach all der Vorbereitung ist es nun ja auch gar nicht mehr so lange hin, bis Weihnachten.