Vom 26.02.2017 -- Romina Stork
Von erfahrenen Journalisten und "Greenhorns"

Vor einigen Tagen las ich, dass die Rhein-Zeitung in Koblenz seit 2015 ein besonderes Ausbildungskonzept anbietet: In einem Mentorenprogramm bilden jeweils ein Volontär und ein Redakteur während des Volos ein Tandem, das 18 Monate lang fest zusammen arbeitet. „HA“, dachte ich, „sowas habe ich auch!“ Denn auch das ifp bietet ein Mentorenprogramm an – und der Zeitraum dafür kann sogar frei gewählt werden.

Jeder Volo oder Stip, der sich für das Programm bewirbt, bekommt einen erfahrenen Journalisten aus dem ifp-Netzwerk an die Seite gestellt. Ihn darf man mit Fragen rund um den Beruf und darüber hinaus löchern. Die Tandems werden vom ifp ganz bewusst ausgewählt und es wird darauf geachtet, dass Mentee und Mentor gut zusammenpassen; die Wünsche bezüglich Interessen, Region und Medium werden bei der Wahl berücksichtigt.

Ich habe mich entschieden, das Programm gegen Ende meines Volos zu starten. Denn gerade im letzten Ausbildungs-Jahr kommen viele Fragen auf:

  • Bedeutet "Wir suchen ab sofort" in einer Stellenausschreibung wirklich "ab sofort"?
  • Wie viele Arbeitsproben schicke ich mit?
  • Welche Praktika, Auslandsaufenthalte, Studi-Jobs müssen in den Lebenslauf, und welche können raus?

Natürlich kann ich die Fragen auch meinen Kollegen bei der KNA und meinen Ausbildern in der Redaktion und beim ifp stellen und bekomme definitiv Hilfe. Aber ist es schön jemanden an der Seite zu wissen, der einem auch außerhalb des Volontariats und mindestens für die Dauer des Programms, zwei Jahre, weiterhilft.

Passt es oder passt es nicht?

Im Januar fand das erste Treffen des Jahrgangs 2017 statt. 12 Volos/Stips und ebenso viele Mentoren haben zwei Tage im ifp verbracht, um sich kennenzulernen und ihre Zusammenarbeit zu besprechen – oder auch festzustellen, dass es, aus welchen Gründen auch immer, doch nichts wird. Wobei das nach Aussagen der Studienleiter wirklich selten vorkommt, und auch in unserer Gruppe wollen alle Tandems miteinander arbeiten.

Es ist super, sich mit "Menschen vom Fach" beraten zu können, von ihrer Erfahrung profitieren zu dürfen und eigene Ansichten und Fragen besprechen zu können. Und mir scheint, dass auch die Mentoren ernsthaft daran interessiert sind, sich mit den Mentees auszutauschen und sie in ihr Netzwerk aufzunehmen. Danke ifp, dass es so ein gutes Programm gibt, und danke Mentoren, dass ihr euch so für den Nachwuchs einsetzt!